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"Solidaritätsbesuch"
Westerwelle besucht Chile

"Solidaritätsbesuch": Westerwelle besucht Chile
Außenminister Guido Westerwelle wird um 20 Uhr im vom Erdbeeben schwer verwüsteten Chile erwartet. FOTO: AP, AP
Sal/Kap Verde (RPO). Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist am Sonntag zu einer sechstägigen Reise nach Südamerika aufgebrochen. Bei einer Zwischenlandung im afrikanischen Inselstaat Kap Verde traf er am Morgen mit Außenminister José Brito zusammen.

Am Abend wurde Westerwelle in der chilenischen Hauptstadt Santiago erwartet. Gut eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben im Süden des Landes will sich Westerwelle persönlich über die Lage unterrichten und mit seinem chilenischen Kollegen Mariano Fernández weitere Hilfen erörtern. Geplant war auch ein Treffen mit dem designierten Präsidenten Sebastián Piñera. Begleitet wurde Westerwelle von einem vierköpfigen Team des Technischen Hilfswerks (THW). Die Architekten und Bauingenieure wollen nach Concepción weiterfliegen und dort unter anderem die Statik von Gebäuden prüfen.

Das Auswärtige Amt spricht von einem "Solidaritätsbesuch", der die deutsche Unterstützung für Chile zum Ausdruck bringen soll. Vor seiner Abreise telefonierte Westerwelle mit US-Außenministerin Hillary Clinton. Wie das Auswärtige Amt weiter mitteilte, verabredeten beide, nichtständige Sicherheitsratsmitglieder wie Brasilien in die laufenden Beratungen über das iranische Atomprogramm einzubinden.

Der dreistündige Besuch in Santiago wurde nach der Erdbebenkatastrophe mit mehr als 500 Toten kurzfristig in das Programm eingeschoben wurde. Am Montag will Westerwelle in Buenos Aires die argentinische Präsidentin Christina Kirchner treffen. Am Dienstag besucht er Uruguay, wo ein Gespräch mit dem ehemaligen Guerillakämpfer José Mujica auf dem Programm steht, der soeben als neuer Präsident vereidigt worden ist.

Danach fliegt Westerwelle weiter nach Brasilien, wo bis Freitag eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Gesprächen geplant ist. Dabei will sich Westerwelle auch mit Vertretern der Organisationskomitees treffen, die die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien vorbereiten. Die Südamerika-Reise ist mit sechs Tagen die bislang längste Auslandsreise des Außenministers.

(apd/sdr)
 
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