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Birma: Wieder Schüsse in Rangun

zuletzt aktualisiert: 29.09.2007 - 15:04

Rangun (RPO). Die Militärjunta in Birma ist am Samstag wieder mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. 10.000 Menschen gingen am Samstag nach Angaben der birmesischen Exilnachrichtenagentur "Mizzima News" in Rangun auf die Straße, um für Demokratie zu demonstrieren. In der Nähe des Kinos Sanpya in Rangun habe das Militär das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Ob es Tote und Verletzte gegeben habe, sei noch unklar, schreibt die in Indien beheimatete "Mizzima News".

In einem Krankenhaus in Ranguns Stadtteil Kyimyindine sei ein Kind an seinen Schussverletzungen gestorben, meldet Mizzima unter Berufung auf Augenzeugen. Das Kind sei wahrscheinlich bereits am Freitag von Soldaten angeschossen worden. Am Samstag veröffentlichte der in London lebende birmesische Blogger Ko-Htike ein Foto auf seiner Webseite, das ein menschliches Gehirn in einer Blutlache in einem Rinnstein zeigt. Es stammt nach Angaben von Ko-Htike von einem Studenten, der am Freitag von den Soldaten in der Nähe der Tarmway Schule in Rangun zu Tode geprügelt worden sei. Das Bild sei von einem anonymen Fotografen aufgenommen worden. Die Nachrichten und Fotos aus Ragun in Ko-Htikes Blog sind in den vergangenen Tagen zu einer wesentlichen Informationsquelle über die Ereignisse in Birma geworden.

Unterdessen greift die Armee jetzt auch in Birmas zweitgrößter Stadt Mandalay gegen Demonstranten und Mönche durch. Wie in den vergangenen Tagen in Rangun, sind jetzt auch in Mandalay die Klöster und Pagoden durch Barrikaden und Soldaten von der Außenwelt abgeriegelt. "Die Streitkräfte haben mehrere Klöster, darunter Ma Soe Yein und Mya Taung, mit Stacheldraht abgesperrt", sagte ein Augenzeuge gegenüber Mizzima. Das Militär wolle so weitere Mönchsdemonstrationen in Mandalay verhindern.

Quelle: afp2

 
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