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WikiLeaks-Gründer
Ecuador drängt auf Lösung im Fall Assange

WikiLeaks-Gründer Julian Assange: Ecuador drängt auf Lösung
Julian Assange blickt aus dem Fenster der ecuadorianischen Botschaft in London (Archivbild vom 19. Mai 2017). FOTO: ap, LT
Quito. Seit dem Jahr 2012 hält sich WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London auf. Nun strebt die ecuadorianische Regierung ein Vermittlungsverfahren an, um das Asyl für den 46-Jährigen zu beenden.

Ecuadors Außenministerin María Fernanda Espinosa betonte in Quito, man stehe deswegen in "ständigem Kontakt" mit der britischen Regierung. Diese will den Australier Assange bei Verlassen der ecuadorianischen Botschaft festnehmen lassen. "Wir haben ein enormes Interesse, eine endgültige Lösung für den Fall Assange zu erreichen", sagte Espinosa. Die Vermittlung könne über eine Person oder ein Drittland geschehen. Assange war von dem linksgerichteten Präsidenten Rafael Correa das Asyl aus humanitären Gründen gewährt worden. Correas Nachfolger Lenín Moreno strebt nun ein Ende des Asyls an.

Ein Sprecher des britischen Außenministeriums betonte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA, dass die ecuadorianische Regierung wisse, dass es für Assange nur die Lösung gebe, sich beim Verlassen der Botschaft der Justiz zu stellen. Zunächst hatte er in der Botschaft Schutz vor einer Auslieferung nach Schweden gesucht. Die schwedische Justiz hatte ihre Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwürfen dann aber im Mai 2017 eingestellt. Die britischen Behörden erklärten aber, dass sie ihn wegen anderer Vergehen im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen brisanter Dokumente trotzdem festnehmen würden.

Assange hatte stets erklärt, er befürchte am Ende eine Auslieferung in die USA. Washington macht ihn für die Veröffentlichung von geheimen US-Dokumenten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak über die Enthüllungsplattform WikiLeaks verantwortlich.

(oko/dpa)
 
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