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New York: Zehntausende demonstrieren gegen Irak-Krieg

zuletzt aktualisiert: 30.04.2006 - 13:23

New York (rpo). Zehntausende Menschen sind in New York auf die Straße gegangen, um gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren. Sie forderten den sofortigen Abzug der amerikanischen Truppen. Im April wurden im Irak 70 US-Soldaten getötet - so viele, wie seit Monaten nicht mehr.

"Wir sind heute hier, weil der Krieg unrechtmäßig, unmoralisch und unethisch ist", sagte der Geistliche und Bürgerrechtler Al Sharpton. Nach Angaben der Streitkräfte wurden im April 70 US-Soldaten im Irak getötet, das ist die höchste Opferzahl seit Jahresbeginn.

An der Protestkundgebung in Manhattan nahm auch die als "Peace Mom" bekannte Friedensaktivistin Cindy Sheehan teil, deren Sohn im Irak getötet worden war.

Unter den Teilnehmern waren ferner die Schauspielerin Susan Sarandon und der Bürgerrechtler Jesse Jackson. Eine Gruppe marschierte unter dem Banner "Veteranen für Frieden". Die Organisatoren sprachen von 300.000 Teilnehmern, die Polizei gab keine Zahlen bekannt. Seit Kriegsbeginn kamen mindestens 2.399 US-Soldaten im Irak ums Leben.

Die Veranstalter wollten nach eigenem Bekunden außerdem gegen einen möglichen Militäreinsatz gegen den Iran im Zusammenhang mit dem Streit um das iranische Atomprogramm protestieren. "Wir wurden belogen, und sie werden uns wieder belügen, um uns einen Krieg im Iran zu bringen", sagte die Demonstrantin Marjori Ramos.

Quelle: ap

 
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