Geheimverfahren gegen Oppositionelle: Zermürbungskrieg der Militärjunta
zuletzt aktualisiert: 17.10.2007 - 17:43Rangun (RPO). Vier Mitglieder der Partei von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi sind in Birma zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Kämpfer für Demokratisierung in dem südostasiatischen Land wurden nach den gewaltsam erstickten Protesten festgenommen und in Geheimverfahren vernommen.
Alle müssen nun sieben Jahre lang ins Gefängnis, sagte ein Sprecher der Partei National League for Democracy (NLD). Unter den Verurteilten sei auch ein 85-jähriger Ortsparteichef. Die Militärjunta räumte nach dem brutalen Vorgehen gegen die Demokratie-Bewegung fast 3000 Festnahmen ein. 468 Festgenommene sind nach Angaben amtlicher Medien noch in Haft.
Der UN-Sondergesandte für Birma, Ibrahim Gambari, kündigte für Mitte November eine neue Reise in das südostasiatische Land an. Er folge einer Einladung und hoffe die Militärführung zu einem offenen Dialog mit Suu Kyi und der NDL bringen zu können, teilte Gambari mit. Die Friedensnobelpreisträgerin stand die meiste Zeit der vergangenen 18 Jahre unter Hausarrest. Gambari war bereits während seiner ersten Reise nach den Protesten mit der 62-Jährigen zusammengetroffen.
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