kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Aufstände der Indios dauern an: Ausnahmezustand in Ecuador

zuletzt aktualisiert: 03.02.2001 - 09:49

Quito (dpa). Die Regierung von Ecuador hat am Freitag wegen des Aufstandes der Indios den Ausnahmezustand verhängt. Der Verband der Eingeborenen Nationalitäten Ecuadors war zuvor ohne Angabe von Gründe nicht zu den Verhandlungen mit der Regierung von Präsident Gustavo Noboa über die Beilegung der Proteste gegen die Sparpolitik erschienen.

In Folge des Ausnahmezustandes, der zeitlich nicht begrenzt wurde, wurden bestimmte Rechte und verfassungsrechtlich garantierte Freiheiten außer Kraft gesetzt. Zudem wurden die Streitkräfte in den Alarmbereitschaft versetzt.

Der Anführer der Indios Ecuadors, Antonio Vargas, kündigte an, dass die Proteste von Samstag mit neuen Blockaden von Straßen und der weiteren Besetzung von Städten verschärft werden sollten. Die Indios fordern eine Rücknahme der Preiserhöhungen für Gas, Benzin und Transport. Diese Punkten hatte die Regierung für nicht verhandelbar erklärt.

Nach den gewalttätigen Protesten zu Wochenbeginn, in deren Verlauf Vargas für zwei Tage inhaftiert worden war, hatte sich die Lage in Quito am Donnerstag etwas entspannt. Auf den Märkten gab es wieder Lebensmittel, nachdem die Demonstranten zuvor mit landesweiten Straßensperren für empfindliche Versorgungsengpässe gesorgt hatten.

Die Indios fordern nicht nur die Rücknahme der am 27. Dezember von der Regierung angekündigten Preiserhöhungen, sondern ein Einfrieren aller Preise für fünf Jahre, einen Abbruch aller Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und eine Rücknahme der im vorigen Jahr verfügten Dollarisierung der Wirtschaft.

Ecuador hatte im vorigen Jahr nach einem dramatischen Wertverfall des Sucre im Zuge einer schweren Wirtschaftskrise den US-Dollar als Zahlungsmittel eingeführt. Die Verwendung einer fremden Währung, die sie nicht selber emittieren kann, zwingt die Regierung aber zu einer strengen Haushaltsdisziplin.

Der Indio-Führer Vargas war schon am Sturz des damaligen Präsidenten Jamil Mahuad im Januar 2000 beteiligt. Eine Gruppe junger Offiziere und die aufständischen Indios hatten damals Mahuad gemeinsam zum Rücktritt gezwungen. Auf Druck der USA wurde noch in der selben Nacht der damalige Vizepräsident Gustavo Noboa zum Nachfolger bestimmt.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schweiz verabschiedet Steuerabkommen mit Berlin

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Schweiz verabschiedet Steuerabkommen

Das Schweizer Parlament hat das Steuerabkommen mit Deutschland verabschiedet. mehr 

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Der Iran hat nach Informationen der IAEA in einer verdächtigen militärischen Versuchsanlage Spuren verwischt. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Schweiz verabschiedet Steuerabkommen

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Innenministerkonferenz

Salafisten und Rocker im Visier

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services