Nach 66 Zwischenfällen: Ausnahmezustand in Ost-Türkei verlängert
zuletzt aktualisiert: 29.06.2001 - 15:40Istanbul/Ankara (rpo). Der Ausnahmezustand in den ostanatolischen Provinzen Diyarbakir, Hakkari, Sirnak und Tunceli ist erneut um vier Monate verlängert worden. Grund: Nach Angaben von Innenminister Rüstü Kazim Yücelen ereigneten sich in den genannten Provinzen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 66 Zwischenfälle mit dort agierenden PKK-Kämpfern.
Das türkische Parlament verabschiedete am Freitag eine entsprechende Regelung, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Der Nationale Sicherheitsrat, dem neben führenden Politikern auch Militärs angehören, hatte erst wenige Stunden zuvor eine entsprechende "Empfehlung" ausgesprochen.
Seit 1984 sind nach türkischen Angaben bei Gefechten zwischen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und dem Militär mehr als 32 000 Menschen getötet worden. Seit der Festnahme und dem Friedensaufruf von PKK-Chef Abdullah Öcalan haben die Zusammenstöße im Osten und Südosten des Landes deutlich abgenommen.
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