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Joschka Fischer trifft auf den Farbbeutelwerfer: Außenminister von Gericht befragt

zuletzt aktualisiert: 22.02.2000 - 18:52

Berlin (dpa). Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) ist am Dienstag in Berlin erneut dem Farbbeutelwerfer von Bielefeld begegnet. Fischer war im Auswärtigen Amt von einem Amtsrichter zu den Vorgängen auf den Sonderparteitag der Grünen am 13. Juni vergangenen Jahres befragt worden. Mit dabei war auch der Mann, der damals Fischer einen Farbbeutel an den Kopf warf und dabei den Minister am Ohr verletzte.

Samir F., so nennt sich der Täter, hatte den Anschlag auf Fischer zugegeben. Er habe damit demonstrieren wollen, dass an Fischers Händen das Blut des Kosovo-Krieges klebe.

Der 36-jährige Farbbeutelwerfer, ein Berliner, hatte allerdings Einspruch gegen die Entscheidung des Bielefelder Amtsgerichtes von Mitte September vergangenen Jahres eingelegt. Ziel sei ein öffentliches Verfahren, sagte der Anwalt des Mannes.

Das Gericht hatte eine sieben monatige Freiheitsstrafe verhängt, die bei Zahlung von 1 500 Mark an die Umweltschutzorganisation Greenpeace zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Das Gericht ging bei seinem Urteil von schwerer Körperverletzung aus.

Vor dem Auswärtigen Amt hatten sich nach Angaben der Polizei am Dienstag rund 70 Demonstranten eingefunden, die gegen die Politik Fischers protestierten. Einer der Demonstranten wurde vorübergehend festgenommen.

Quelle: RPO Archiv

 
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