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Stuttgart
Baden-Württemberg steuert auf Grün-Schwarz zu

Stuttgart. Nach Absagen von SPD und FDP an mögliche Dreierbündnisse bahnt sich in Baden-Württemberg eine grün-schwarze Regierungskoalition an. Allerdings gibt es vor allem bei der CDU weiterhin erhebliche Vorbehalte gegen die Rolle des Juniorpartners. Die CDU setzt daher trotz der SPD-Absage weiter auf ein schwarz-rot-gelbes Bündnis. "Warten wir mal ab, ob die SPD bei dieser Ablehnung bleibt", sagte der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion in Berlin, Michael Grosse-Brömer.

Doch zeigten sich auch Unionspolitiker offen für Grün-Schwarz. "Für die CDU ist es äußerst schwer - auch emotional -, als Juniorpartner in eine Koalition zu gehen. Aber wenn gar nichts anderes funktioniert, dann wird man die grün-schwarze Koalition machen müssen", sagte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmergruppe, Peter Weiß. In Hessen funktioniere Schwarz-Grün gut. CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel sagte: "Wer an das Land denkt, kann Grün-Schwarz nur befürworten." Eine Koalition aus Union und Grünen könne ein Modell für den Bund 2017 sein. Nach Ansicht des Abgeordneten Gunther Krichbaum sollte die CDU in einem Bündnis mit den Grünen auf einem Ministerpräsidentenwechsel zur Mitte der Legislaturperiode bestehen. Sonst drohe der CDU die "Marginalisierung".

In Baden-Württemberg laufe es auf eine grün-schwarze Koalition hinaus, sagte auch FDP-Chef Christian Lindner. Für Rheinland-Pfalz schloss er eine "Ampel" nicht aus. "Wir sind zu Gesprächen bereit."

(kib/mar)
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