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Berlin
Bamf-Mitarbeiter sollen für Ankara gespitzelt haben

Berlin. Türkische Asylbewerber verdächtigen türkischstämmige Mitarbeiter deutscher Ausländerbehörden, sie an regierungstreue Kreise in der Heimat verraten zu haben. Der "Spiegel" und das ARD-Magazin "Report Mainz" berichteten von Fällen, in denen Türken kurz nach Gesprächen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) oder in einer Ausländerbehörde in türkischen Medien unter Nennung ihres deutschen Aufenthaltsorts als Terroristen diffamiert worden seien.

In mindestens zwei Fällen ermittele die Polizei. Das Bamf teilte mit, sich in diesem Jahr in 15 Fällen von freiberuflichen Dolmetschern getrennt zu haben, "vor allem aufgrund von Verletzungen der Neutralitätspflicht". Es sei allerdings kein Fall bekannt, in dem Mitarbeiter Informationen über Asylbewerber an türkische Behörden weitergegeben hätten. Die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei steigt seit dem Putschversuch im Juli 2016.

(dpa)
 
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