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Havanna
Barack Obama und Raúl Castro treffen sich im Palast der Revolution

Havanna. US-Präsident Barack Obama hat zu Beginn seines historischen Kuba-Besuchs Zuversicht über die Veränderungen in dem sozialistischen Land geäußert. "Der Wandel wird kommen, und ich glaube, Raúl Castro versteht das", sagte Obama dem US-Sender ABC. Obama ist gestern Nachmittag mit dem kubanischen Staatschef Castro zusammengekommen. Das Treffen gilt als Meilenstein für beide Länder.

Schon zuvor hatte Obama für eine Öffnung des sozialistischen Landes geworben. "Amerika glaubt an die Demokratie", sagte er bei einer Pressekonferenz mit Castro. Dazu gehöre auch Meinungsfreiheit. Bei aller Annäherung verbat sich Castro allerdings eine Einmischung der USA. "Alles, was sich ändern sollte, ist exklusive Sache der Kubaner", betonte er. Er bestritt, dass es politische Gefangene in Kuba gebe: "Geben Sie mir die Liste der politischen Gefangenen, um sie freizulassen", antwortete er etwas ungehalten auf eine Frage. Wenn der Journalist die Liste vorlegen könne, werde er noch am Abend alle freilassen.

Obama ist der erste US-Präsident seit 88 Jahren, der auf die Karibikinsel reist. Erstmals hatten sich die Staatsmänner 2013 bei der Bestattungsfeier von Nelson Mandela in Südafrika die Hände geschüttelt.

Am Sonntag war Obama mit Frau Michelle, seinen beiden Töchtern Malia und Sasha und Schwiegermutter Marian Robinson in Kuba gelandet. Heute wird sich der US-Präsident mit einer Rede im Großen Theater von Havanna direkt an die Kubaner wenden. Davor ist ein Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft geplant. Mit dabei werden auch Menschenrechtler sein, die auf der Insel verfolgt und immer wieder inhaftiert werden. Das Treffen mit den Aktivisten hatte Obama zu einer Bedingung für seine Reise gemacht.

Quelle: RP
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