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Duisburg
Belegschaft von Thyssenkrupp lehnt Umbau in Stahlsparte ab

Duisburg. Der Streit über mögliche Werkschließungen und Stellenabbau bei Thyssenkrupp Steel hat sich verschärft. Die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat kündigte an, gegen die geplante neue Organisationsstruktur "One Steel" zu stimmen. Der Vorstand habe nicht erklärt, dass er sich an die Tarifverträge zu Standortsicherheit und Arbeitsplatzgarantien bis 2020 halten werde, sagte der Vize-Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp Steel, Detlef Wetzel, bei einer Protestkundgebung vor der Sitzung. "Wir werden den Organisationsänderungen deshalb nicht zustimmen und fordern den Vorstand auf, die Resettaste im Umgang mit den Betriebsräten und den Beschäftigten zu drücken", sagte der frühere IG-Metall-Chef.

Aufsichtsrat Günter Back, der zugleich Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Thyssenkrupp Steel ist, zeigte sich nach der Aufsichtsratssitzung enttäuscht. "Wir haben einige Details zu ,One Steel' vorgestellt bekommen, aber der volle Inhalt bleibt weiterhin unklar", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. "Es gab keine Infos zur langfristigen Strategie, nichts zur Restrukturierung. So richtig lässt der Vorstand die Katze nicht aus dem Sack." Die Arbeitnehmer lehnten es deshalb im Aufsichtsrat ab, zum jetzigen Zeitpunkt über "One Steel" abzustimmen. "Wir wissen einfach zu wenig", so Back. Der Konzern selbst wollte sich gestern nicht äußern.

(maxi)
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