Mütter gefallener Rebellen engagieren sich: Bemühungen um Ende der Kämpfe zwischen PKK und PUK im Nordirak
zuletzt aktualisiert: 02.10.2000 - 12:59Istanbul (dpa). Die Kämpfe zwischen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) in Nordirak sollen jetzt durch die Vermittlung der "Kurdischen Mütter für den Frieden" beendet werden. Wie die "Turkish Daily News" und die kurdische Zeitung "Özgür Politika" am Montag berichteten, sind die Mütter gefallener PKK-Rebellen in den Nordirak zu PUK-Chef Dschalal Talabani gereist. Die Frauen forderten ein Ende der Kämpfe, bei denen auf beiden Seiten zahlreiche Menschen getötet worden sein sollen.
Kurdischen Berichten zufolge hatten die Kämpfe im Nordirak kurz nach dem Türkei-Besuch von Talabani begonnen. Talabani war vor wenigen Wochen unter anderem von Ministerpräsident Bülent Ecevit empfangen worden. Ankara soll die PUK im Kampf gegen die PKK unterstützen.
"Wir wollen nicht, dass ihre (PKK-) Kämpfer in unser Gebiet kommen", sagte der PUK-Vertreter in Ankara, Shazad Said, nach einem Bericht des "Kurdish Observers" vom Wochenende. "Wenn sie in unser Gebiet kommen, werden wir sie angreifen. Die PKK hat ein Problem mit der Türkei, nicht mit uns. Wir wollen nicht, dass das Problem hierher (Nordirak) gebracht wird."
Nach dem Friedensaufruf des zum Tode verurteilten und in der Türkei inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan hatten zahlreiche PKK- Rebellen die Türkei verlassen und waren teilweise in den Nordirak abgezogen. Berichten zufolge sollen bei den Gefechten zwischen der PKK und der PUK bisher 13 PKK-Kämpfer getötet worden sein. Auch auf Seiten der PUK gebe es Verluste.
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