Zusätzlich 1000 Mitarbeitern bei Arbeitsämtern?: Bericht: Mehr Druck auf Langzeitarbeitslose
zuletzt aktualisiert: 30.12.2002 - 07:21Berlin (rpo). Mangelndes Interesse an einer Arbeitsaufnahme könnte künftig zu mehr Druck von Seiten der Arbeitsämter führen. Wie die "Berliner Morgenpost" (Montagausgabe) berichtet sollen 1.000 zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland eingesetzt werden.
Das Hauptaugenmerk gelte Langzeitarbeitslosen, Frauen, die auf der Suche nach Teilzeitjobs seien, und potenziellen Schwarzarbeitern, heißt es. Die Ämter wollten die "Kontaktdichte" erhöhen. Arbeitslose, bei denen Verdacht auf Schwarzarbeit bestehe, müssten damit rechnen, künftig alle paar Tage ins Amt eingeladen zu werden. Im Jahr 2001 seien in Berlin 5.900 Fälle von Schwarzarbeit und Leistungsmissbrauch erfasst und 1,9 Millionen Euro Bußgeld verhängt worden.
Langzeitarbeitslose sollen dem Blatt zufolge verstärkt zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen gedrängt werden. Ein Vermittler habe erklärt: "Wer nicht antritt und stattdessen eine Krankmeldung vorlegt, wird eine Woche später zur nächsten Motivationsmaßnahme geladen. Wer überhaupt nicht erscheint oder die Maßnahme abbricht, wird ein Fall für die Sozialhilfe, bekommt also kein Geld mehr vom Arbeitsamt."
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