Hakenkreuze eingeritzt: Berlin: Jüdisches Mahnmal geschändet
zuletzt aktualisiert: 20.06.2000 - 11:31Berlin (dpa). Unbekannte Täter haben in Berlin ein Mahnmal für die deportierten Juden der Stadt geschändet. In das Denkmal seien drei Hakenkreuze geritzt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wachpolizisten hatten die Tat am Montagabend entdeckt. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.
Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Andreas Nachama, äußerte sich sehr betroffen über die Schändung. Er hoffe, dass die Täter gefasst werden. Es sei allerdings eine "Berliner Krankheit", dass die meisten Mahnmalschändungen unaufgeklärt blieben, kritisierte der Gemeindevorsitzende.
Das Mahnmal war bereits mehrfach Ziel rechtsextremer Gewalt. Zuletzt war das Denkmal im Oktober 1999 mit Hakenkreuzen beschmiert worden.
Quelle: RPO Archiv
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