Herbstvollversammlung in Fulda: Bischöfe reden über strittige Themen
zuletzt aktualisiert: 25.09.2000 - 10:59Fulda (AP). Die deutschen katholischen Bischöfe wollen sich in ihrer am Montag beginnenden Herbstvollversammlung unter anderem mit der Entschädigung von Zwangsarbeitern, der Schwangerenberatung und der geplanten gesetzlichen Regelung zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften befassen. Einen Schwerpunkt des viertägigen Treffens der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda soll aber neben diesen in der Öffentlichkeit umstrittenen Themen die Ökumene einnehmen.
Zum Thema "Eucharistie- und Kirchengemeinschaft" wollte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Mainzer Bischof Karl Lehmann, am (heutigen) Montagabend sein traditionelles "Einführungsreferat" halten. Zudem beschäftigen sich die Bischöfe mit den Problemen und Chancen der Ökumene laut Programm während eines eigenen Studienhalbtages.
Auf der Tagesordnung der Bischofskonferenz stehen außerdem die Erarbeitung zweier "bischöflicher Worte" zum Frieden und zur Missionsaufgabe der Kirche, die geplante Charta der Grundrechte der Europäischen Union, der Schutz des Sonntags und Berichte aus den 14 Kommissionen.
Der Deutschen Bischofskonferenz gehören 75 Diözesanbischöfe und Weihbischöfe aus den 27 deutschen Bistümern an. Nach Angaben aus Kirchenkreisen wird der Mainzer Weihbischof Franziskus Eisenbach nicht an der Herbstvollversammlung in Fulda teilnehmen. Eine Universitätsprofessorin hatte gegen Eisenbach Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs während monatelanger seelsorgerischer Betreuung gestellt.
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