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Bits statt Braunkohle

Mehr als 50 Jahre lang hat der Steuerzahler die Steinkohle gefördert, Milliarden flossen ins Ruhrgebiet. Doch zukunftsfähig ist das Revier nicht geworden. Es zieht das Land runter, NRW ist mit seinem Null-Wachstum Schlusslicht der Länder. Auch die Perspektiven sehen düster aus. Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen stehen ähnlich schlecht da wie der Osten. Und das, obwohl es Leuchttürme wie den Duisburger Hafen gibt. Von Antje Höning

Gewiss: Bei den Kohle-Subventionen spielten auch Versorgungssicherheit und Sozialpolitik eine Rolle. Den Strukturwandel haben sie gleichwohl behindert. Bildung, Gesundheitswesen, Digitales - was hätte man mit den Milliarden an Zukunftsinvestitionen tätigen können! Boom-Städte wie Düsseldorf und Köln zeigen, welche Branchen Jobs schaffen. Für die Steinkohle wird das letzte Glückauf 2018 gesungen. Umso schlimmer, dass man mit der Braunkohle-Hilfe den Fehler von 1960 wiederholt. Anstatt in die Zukunft des rheinischen Reviers zu investieren, investiert man in die Vergangenheit. Bits statt Braunkohle braucht das Land.

Quelle: RP
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