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Zahlreiche Todesopfer und Verletzte: Blutiger Anschlag in Tel Aviv

zuletzt aktualisiert: 17.07.2002 - 23:30

Jerusalem (rpo). Bei einem doppelten Selbstmordanschlag in Tel Aviv sind am Mittwochabend fünf Menschen getötet und 37 weitere zum Teil schwer verletzt worden. Zwei vermutlich palästinensische Attentäter sprengten sich in kurzem Zeitabstand vor einem Kiosk nahe der ehemaligen Zentralen Busstation inmitten einer Menschenmenge in die Luft.

Es war der erste Selbstmordanschlag in Israel seit Wiederbesetzung der palästinensischen Städte des Westjordanlands im Juni. Zu der Tat bekannte sich die radikale Gruppe Islamischer Dschihad. Bei einer Explosion in einem Flüchtlingslager bei Ramallah wurden unterdessen zwei Palästinenser getötet. Es war zunächst unklar, ob es sich um die vorzeitige Explosion einer Bombe oder einen israelischen Angriff handelte.

Im Süden Tel Avivs sprengten sich die beiden Attentäter kurz nacheinander inmitten einer Menschenmenge vor einem Kiosk nahe der ehemaligen Zentralen Busstation in die Luft. Die Explosionen richteten schweren Schaden an den umliegenden Gebäuden an. Die Tat ereignete sich in einer überwiegend von ausländischen Arbeitskräften bewohnten Gegend Tel Avivs.

Der palästinensische Kabinettssekretär Ahmed Abdel Rachman verurteilte den neuen Anschlag scharf. Rachman sagte dem arabischen TV-Sender Al Dschasira, solche Anschläge schadeten vor allem dem palästinensischen Volk selbst. Gleichzeitig rechtfertigte Rachman den Anschlag im nördlichen Westjordanland, bei dem am Vortag acht Israelis getötet worden waren, als "legitim", weil er auf besetztem Palästinensergebiet verübt wurde.

Scharon kündigt Vergeltung an

Der Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon kündigte rasche Vergeltung für den neuen Anschlag in Tel Aviv an. Im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN sagte Raanan Gissin, die palästinensische Autonomiebehörde sei für die Tat verantwortlich.

Quelle: RPO Archiv

 
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