Studie belegt Beschäftigungszuwachs: Börsengänge schaffen Arbeitsplätze
zuletzt aktualisiert: 25.07.2000 - 10:11Frankfurt/Main (AP). Börsengänge schaffen nach einer Untersuchung des Deutschen Aktieninstitutes (DAI) neue Arbeitsplätze. Deutsche Unternehmen, die zwischen 1987 und 1997 erstmals Aktien emittierten, erhöhten drei Jahre vor und nach dem Börsengang die Zahl der Mitarbeiter um durchschnittlich 70 Prozent, wie das DAI am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.
Der stärkste Beschäftigtenzuwachs sei jeweils im Jahr des Börsengangs erreicht worden. "Die Börse ist damit eine Institution zur Beschäftigungsförderung ersten Ranges", schrieben die Experten.
Die Untersuchung "Börsengang und Beschäftigungsentwicklung" zeige deutlich, welch hohe Bedeutung der Kapitalmarkt für die Lösung wirtschafts- und beschäftigungspolitischer Probleme habe, hieß es weiter. Der Leiter des DAI, Rüdiger von Rosen, forderte daher, die Finanzierungsform der Aktie viel stärker als bisher vor allem für mittelständische Unternehmen und Familiengesellschaften zu nutzen. Der Börsengang sei nicht nur für innovative Unternehmen der so genannten "New Economy", sondern ebenso für etablierte Firmen mit Wachstumsperspektiven eine empfehlenswerte Alternative. Die Börse könne neben der Beschaffung von Eigenkapital auch zu der Lösung von Nachfolgeproblemen beitragen.
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