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Damaskus
Bombardierte IS-Miliz kürzt Kämpfern angeblich den Sold

Damaskus. Luftangriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Schließung der türkisch-syrischen Grenze setzen den IS offenbar finanziell unter Druck. Die Terrormiliz habe angeordnet, den Sold aller Kämpfer um die Hälfte zu kürzen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern. In einer IS-Mitteilung heiße es, Grund dafür seien "außergewöhnliche Umstände".

Die Maßnahme sei eine Folge der Grenzschließung sowie der Luftangriffe auf IS-Ölfelder und die dazugehörigen Transportwege, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdelrahman. Die Terrormiliz finanziert sich nach Einschätzung von Experten zu einem Großteil aus dem Verkauf von Erdöl, unter anderem in die Türkei. Syrische IS-Kämpfer erhalten laut den Menschenrechtsbeobachtern nach der Kürzung monatlich noch rund 200 US-Dollar (gut 180 Euro), ausländische etwa 400 US-Dollar. Die internationale Koalition unter Führung der USA fliegt seit 2014 Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. In Syrien bombardiert auch Russland die Extremisten.

Unterdessen begann gestern vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht der Prozess gegen den deutschen Islamisten Nils D. Dem 25-Jährigen aus Dinslaken wird vorgeworfen, IS-Mitglied gewesen zu sein. Er gilt auch als wichtiger Zeuge in Verfahren gegen andere heimgekehrte Islamisten.

(dpa)
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