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Vor Restaurant in Prominenten-Vorort von: Bombe explodiert in Tel Aviv

zuletzt aktualisiert: 23.03.2001 - 10:06

Tel Aviv (rpo). Bei der Explosion einer Bombe vor einem Restaurant im Tel Aviver Vorort Herzlia-Pituach ist am späten Donnerstagabend eine Frau leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden bei der Detonation des Sprengkörpers in einem Auto weitere Fahrzeuge beschädigt.

Die Polizei vermutete am Freitag, dass palästinensische Extremisten hinter dem Anschlag steckten. Es war das erste Mal, dass der Prominenten-Vorort nördlich von Tel Aviv von einem Anschlag getroffen wurde.

Bei mehr als einem halben Dutzend Anschlägen palästinensischer Extremisten innerhalb Israels sind in den vergangenen sechs Monaten etwa 20 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden. Erst am vergangenen Mittwoch hatte die Polizei in Jerusalem eine schwere Autobombe in letzter Minute entschärfen können.

Insgesamt sind seit Beginn des Aufstands der Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten nach jeweils offiziellen Angaben 387 Palästinenser und 67 Israelis getötet und rund 12 000 Palästinenser verletzt worden.

Keine UN-Beobachter ohne Zustimmung Israels

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bahnt sich eine neue Debatte über die Stationierung von UN-Beobachtern in den palästinensischen Autonomiegebieten an. UN-Generalsekretär Kofi Annan bekräftigte am Donnerstag, eine solche Entsendung sei ohne die Zustimmung Israels praktisch nicht möglich. Die Palästinenser erneuerten dagegen ihre Forderung an den Sicherheitsrat, der sich am (heutigen) Freitag mit dem Thema befassen will.

Zur Diskussion steht ein Kompromissvorschlag der vier europäischen Ratsmitglieder, der am Donnerstagabend vorgelegt wurde. In dem Entwurf werden internationale Beobachter nicht erwähnt. Stattdessen wird Annan aufgefordert, Israelis und Palästinenser hinsichtlich der Wiederaufnahme von Gesprächen zu beraten. Der palästinensische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Nasser el Kidwa, wies den Vorschlag umgehend zurück. "Wir können damit keinesfalls einverstanden sein", sagte er.

Der amtierende Präsident des Sicherheitsrates, der Ukrainer Wolodymyr Jeltschenko, nannte die Entscheidung, den europäischen Vorschlag am Freitag zu diskutieren, ein gutes Zeichen. Die USA, die gegen die Entsendung von UN-Beobachtern sind, solange Israel dies ablehnt, zeigten sich dem Entwurf gegenüber offen. "Wir wollen etwas Positives und Konstruktives", sagte der amerikanische UN-Botschafter James Cunningham.

Quelle: RPO Archiv

 
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