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Gipfeltreffen in Brüssel
Merkel: Klimaschutz ist "Frage der Zukunft der Menschheit"

Brüssel:
Angela Merkel auf dem Klimagipfel in in Le Bourget bei Paris. FOTO: dpa, el ase
Brüssel . Auf der UN-Klimakonferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Nachdruck auf ein umfassendes und verbindliches Klimaschutzabkommen gedrängt. 

Die Begrenzung der Erwärmung sei eine "Frage der Zukunft der Menschheit" sagte Merkel am Montag in Le Bourget bei Paris. Notwendig sei "im Laufe des 21. Jahrhunderts eine weitgehende Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaften", um die Erwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen.

"Wir wissen, wir müssen heute handeln", sagte die Kanzlerin. Seit langem gebe es "zum ersten Mal die Chance, unser Ziel eines Abkommens zu erreichen". Dabei müssten "transparente Messmethoden" sicherstellen, dass zugesagte Anstrengungen beim Klimaschutz auch überprüfbar seien, verlangte Merkel.

Alle fünf Jahre sollten die dazu von den einzelnen Staaten gemachten Zusagen überprüft werden, denn bislang reichten diese für das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels nicht aus. Begonnen werden solle damit möglichst bereits vor 2020, wenn das neue Abkommen in Kraft treten soll.

Das geplante Abkommen müsse aber auch fair sein, forderte Merkel. Die reicheren Länder müssten ihre Zusage an die ärmeren und besonders verwundbaren Staaten einlösen, ihnen ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz und die Bewältigung von Klimafolgen zur Verfügung zu stellen. Deutschland werde bis dahin seine öffentlichen Mittel verdoppeln.

Für Deutschland bekräftigte Merkel auch die Ziele, bis 2020 die Emissionen um 40 Prozent verglichen mit 1990 zu verringern und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. "Deutschland wird seinen Beitrag leisten", versprach die Kanzlerin.

Gleich zu Beginn ihrer Rede ging Merkel auch auf die Anschläge in Paris vom 13. November ein, bei denen 130 Menschen starben. "Terroristen haben die Menschen in Paris und damit uns alle angegriffen", sagte die Kanzlerin. Insofern finde die Klimakonferenz "in unruhigen und sorgenvollen Zeiten" statt. "Wir verurteilen den Terror, egal wo er wütet", stellte Merkel klar.

(AFP)
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