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Bürger im Diesel-Nebel

Bürger im Diesel-Nebel
FOTO: Ronny Hendrichs
Der erste Diesel-Gipfel im August, bei dem sich Mitglieder der Bundesregierung mit Spitzen der Automobilwirtschaft trafen, war ein Gipfel der Unverschämtheit. Die dortigen Verabredungen waren so dünn, dass die Automobilwirtschaft sich selbst gewundert haben dürfte, wie billig sie mit ihrem Abgasbetrug davonzukommen scheint. Für die Millionen von Fahrverboten bedrohten Diesel-Fahrer in Deutschland war dieser Gipfel keine Hilfe. Von Thomas Reisener

Am kommenden Montag berät die Kanzlerin mit den Kommunen über die Diesel-Misere. Diesel-Gipfel Teil II. Eine weitere Nebelkerze wie beim ersten Diesel-Gipfel kann die Politik sich nicht leisten. Es genügt nicht, wenn sie nur mit dem Finger auf die Automobilindustrie zeigt. Sie selbst hat die Bürger jahrzehntelang zum Kauf der angeblich umweltfreundlichen Diesel-Autos aufgefordert. Deshalb ist die Politik den Diesel-Fahrern jetzt auch eine verbindliche Antwort auf die Frage schuldig, was all diese Käufer nun mit ihren Diesel-Autos noch machen sollen. Und zwar bitte noch vor der Bundestagswahl.

Quelle: RP
 
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