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Arnsdorf/Dresden
"Bürgerwehr" fesselt irakischen Asylbewerber

Arnsdorf/Dresden. In Sachsen hat eine mutmaßliche "Bürgerwehr" einen irakischen Asylbewerber aus einem Supermarkt gezerrt und mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt. Dabei wurde der 21-Jährige laut Medienberichten auch geschlagen. Die Polizei ließ die mutmaßlichen Täter zunächst laufen und ermittelte anfangs gegen Unbekannt. Inzwischen wurden mindestens drei Tatverdächtige festgestellt, wie die Polizei gestern in Görlitz mitteilte. Der Vorfall ereignete sich bereits am 21.

Mai in Arnsdorf im Landkreis Bautzen. Er wurde durch ein Video öffentlich, das in rechtsextremen Kreisen über soziale Netzwerke verbreitet und menschenverachtend kommentiert wurde. Darin wird auch von einer "Bürgerwehr" gesprochen. Ein an dem Vorfall beteiligter CDU-Gemeinderat aus Arnsdorf wies die Darstellung zurück. Er sei eingeschritten, weil der Iraker immer wieder Mitarbeiter des Supermarktes bedroht habe.

(epd)
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