Vorwurf: Befehl zu Besetzung von Botschaften gegeben: Bundesanwaltschaft lässt PKK- Führungsfunktionär festnehmen
zuletzt aktualisiert: 29.08.2000 - 15:42Karlsruhe (dpa). Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Führungsfunktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Köln festnehmen lassen. Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, im Februar des vergangenen Jahres den Befehl zu den Besetzungen der diplomatischen Vertretungen von Griechenland und Kenia in Düsseldorf, Köln und Bonn gegeben zu haben.
Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag mitteilte, wird der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Köln dem bereits am Montag festgenommenen Kurden den Haftbefehl eröffnen. Ihm werden unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, schwerer Hausfriedensbruch und Landfriedensbruch zur Last gelegt.
Nach Erkenntnissen der Ermittler leitete der Kurde von 1998 an die PKK-Region Mitte im Raum Köln/Dortmund und anschließend die Region Nordwest im Raum Hamburg/Bremen. Er sei unter anderem für die politische Schulung anderer PKK-Funktionäre zuständig gewesen und habe bei der Einschleusung von PKK-Aktivisten mitgewirkt.
Nach der Festnahme des Parteiführers Abdullah Öcalan im Februar 1999 habe er die Anweisungen zu den Aktionen in den griechischen Generalkonsulaten in Düsseldorf und Köln sowie in der griechischen und kenianischen Botschaft in Bonn gegeben. Damals hielten kurdische Aktivisten die Räume über mehrere Stunden hinweg besetzt und zertrümmerten Fensterscheiben und Möbel.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

