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Persönlich
Erika Steinbach . . . macht für die AfD Wahlkampf

Infos: Wahlprogramm der AfD für die Bundestagswahl 2017
Infos: Wahlprogramm der AfD für die Bundestagswahl 2017 FOTO: Bernd Wüstneck
Sechs Monate nach ihrem Austritt aus der CDU meldet sich Erika Steinbach in einer neuen Rolle auf der Bühne deutscher Parteipolitik zurück: Die 73-Jährige wird im Bundestagswahlkampf offenbar die AfD unterstützen. Wie AfD-Parteisprecher Christian Lüth bestätigte, wird Steinbach am 6. September in Pforzheim an einer Wahlkampfveranstaltung mit führenden Mitgliedern der Partei teilnehmen. Von Jan Dafeld

"Ich freue mich auf die Veranstaltung mit Frau Steinbach", zeigte sich AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland begeistert. "Sie ist eine kluge, erfahrene und mutige Politikerin mit sehr viel politischem Gewicht in Deutschland." Steinbach war am 15. Januar aus der CDU ausgetreten und hatte diesen Schritt in erster Linie mit der Migrationspolitik von Angela Merkel begründet. Seitdem tritt sie vor allem über ihren Twitter-Account immer wieder als Kritikerin ihrer ehemaligen Partei in Erscheinung. So bezeichnete sie den Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder als "Vollzugsbeamten der Kanzlerin" und erklärte offen, dass sie auf einen Bundestagseinzug der AfD hoffe.

Ein Eintritt in die Partei der Rechtspopulisten kommt für Steinbach aber offenbar nicht infrage. "Ich bin parteilos, aber nicht unpolitisch", erklärte sie. Stattdessen wird sie ab sofort als Kolumnistin für den AfD-nahen "Deutschland-Kurier" schreiben. Die ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen sorgte in der Vergangenheit mehrfach für Empörung. So versuchte sie 2011 zu erklären, die NSDAP sei eine linke Partei gewesen, äußerte sich 2015 sarkastisch zu den Anschlägen auf die Redaktion des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" und verbreitete 2016 eine aus rechtsextremen Kreisen bekannte Fotomontage. Diese zeigt ein blondes Mädchen inmitten einer Menge dunkelhäutiger Menschen. Sie ist mit der Bildunterschrift "Deutschland 2030. Wo kommst du denn her?" versehen.

Quelle: RP
 
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