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Bundeswehr
Klarer Schnitt bei G 36

Bundeswehr: Klarer Schnitt bei Sturmgewehr G36
FOTO: Ronny Hendrichs
Noch steht nicht fest, wie die abkürzungsverliebte Bundeswehr den Nachfolger für das G 36-Sturmgewehr nennen wird. Es könnte auf vdL-1 hinauslaufen. Jedenfalls ist es das erste brandneue Großprojekt, das Ursula von der Leyen selbst auf den Weg bringt. Das dürfte die Verbreitung ihres Rufes als "Flinten-Uschi", wie sie in Soldatenkreisen gelegentlich genannt wird, deutlich beschleunigen. Von Gregor Mayntz

Das G 36 ist nicht irgendeine Waffe. Auf ihr Gewehr müssen sich die Soldaten absolut verlassen können. Stundenlange Gefechte mit Dauerfeuer gehörten nicht zu den wahrscheinlichen Szenarien, als das Gewehr vor über 20 Jahren konzipiert wurde. Doch in Afghanistan kam es genau dazu. Wiederholt wurden Bundeswehrsoldaten dabei am Hindukusch verletzt und getötet. Ob die Experten Mitte Oktober einen Zusammenhang mit der schwindenden Treffgenauigkeit herstellen können, erscheint eher fraglich. Mit ihrem klaren Schnitt hat sich von der Leyen jedenfalls vorsichtshalber auch von dieser Vergangenheit getrennt.

Quelle: RP
 
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