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Afghanistan: Bundeswehr prüft neuen Schusswaffen-Vorfall

zuletzt aktualisiert: 31.01.2011 - 21:28

Berlin (RPO). Bei den Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan hat es einen weiteren Schusswaffen-Vorfall gegeben. Nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministerium werde derzeit untersucht, ob es sich dabei um einen Verstoß gegen die Vorschriften zum Umgang mit Schusswaffen gegeben habe. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

Der Vorfall ereignete sich demnach am Freitag im Bereich des Bundeswehrcamps Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans. Nach den Worten eines Sprechers des Einsatzführungskommandos in Potsdam gab es eine "verbale Auseinandersetzung" zwischen zwei Soldaten. Dabei habe einer den anderen mit der Waffe bedroht. Beide Sprecher betonten, die Ermittlungen in der Sache seien noch nicht abgeschlossen.

Offenbar handelt es sich um den Vorfall, von dem auch die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Dienstagausgabe berichtet. Demnach hielt ein Soldat einem Kameraden eine geladene Pistole an den Kopf. Dieser habe die Waffe beiseite schlagen. Ein Schuss habe sich nicht gelöst, verletzt worden sei niemand.

Das Verteidigungsministerium habe am Montag die Obleute des Verteidigungsausschusses über den Zwischenfall unterrichtet, schrieb die Zeitung. Danach waren am vergangenen Freitag in einem Transportfahrzeug des Typs Dingo auf einer Patrouillenfahrt außerhalb des Stützpunktes OP North zwei Soldaten der 2. Kompanie des Ausbildungs- und Schutzbataillons aus Masar-i-Schari in Streit geraten.

Im Verlauf des Streits zog ein Stabsgefreiter die Pistole eines Hauptgefreiten aus dessen Halfter und hielt sie dem Kameraden an den Kopf. Dem Blatt zufolge betraf der Vorfall dieselbe Einheit, in der am 17. Dezember ein Soldat durch den Schuss aus der Waffe eines Kameraden getötet worden war.

Kurz vor Weihnachten war in Nordafghanistan ein Bundeswehrsoldat durch die Kugel aus der Waffe eines anderen deutschen Soldaten ums Leben gekommen. Der genaue Hergang und die Frage, ob es Spielereien mit der Waffe gab, wird derzeit untersucht.

Quelle: AFP/AP

 
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