Ärger über "Unterstützung" von Taiwan und Tibet: Bush empfängt den Dalai Lama
zuletzt aktualisiert: 23.05.2001 - 06:44Washington (rpo). Trotz der heftigen Proteste aus China will US-Präsident George W. Bush heute den Dalai Lama empfangen. Washington bewertet den Besuch des geistlichen und weltlichen Oberhaupts der Tibeter nicht als politisches Problem: Der Empfang wird als privat charakterisiert.
China hatte den geplanten Empfang des Dalai Lamas durch Bush gestern kritisiert. Das Treffen mit Bush fällt auf den 50. Jahrestag der unter Druck erfolgten Unterzeichnung eines Abkommens, das der Unabhängigkeit Tibets von China formell ein Ende setzte. Das werde die chinesisch-amerikanischen Beziehungen "unausweichlich schädigen", beklagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhu Bangzao, am Dienstag. Gestern war bereits US- Außenminister Colin Powell mit dem Dalai Lama zusammengetroffen.
Insgesamt nehme China eine «härtere Gangart» der neuen amerikanischen Regierung wahr. Mit der Erlaubnis an Taiwans Präsidenten, auf dem Weg zu einem Staatsbesuch in Lateinamerika einen Zwischenstopp in New York und Houston einzulegen, fachten die USA «die Arroganz der Unabhängigkeitskräfte in Taiwan an», sagte der Sprecher. «Dieser Akt wird unausweichlich die chinesisch- amerikanischen Beziehungen schädigen.» Chen Shui-bian war am Montag zu einem privat deklarierten Besuch in New York zwischengelandet.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

