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Düsseldorf
CDU-Innenpolitiker Lohn hat keine Lust mehr auf Politik

Düsseldorf. Werner Lohn kündigt Verzicht auf neue Kandidatur an.

Die CDU-Landtagsfraktion verliert einen ihrer prägenden Köpfe: Der Innenpolitiker Werner Lohn (58) aus Geseke im Kreis Soest will bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr antreten. "Es gibt auch noch andere Sachen außerhalb der Politik, die Spaß machen", lässt er sich auf seiner Homepage zitieren - persönlich zu sprechen war er gestern nicht.

Wegen der Kölner Silvester-Chaos-Nacht wird die Innenpolitik in den kommenden Monaten ein zentrales Schlachtfeld im Landtagswahlkampf sein. Selbst innerhalb der CDU-Fraktion sorgt Lohns Entscheidung für Fragezeichen - der Fraktionssprecher war selbst am Abend noch nicht informiert. Erst Anfang der Woche hatte die CDU Lohn zum Leiter der Arbeitsgruppe "Dienstrechtsreform für den öffentlichen Dienst in NRW" gewählt. Lohn sitzt seit 2004 für die CDU im Landtag und hatte sich als ehemaliger Polizist der Inneren Sicherheit verschrieben.

So wie auch seine Fraktionskollegen Peter Biesenbach, Gregor Golland und Theo Kruse - und genau das könnte Lohns Problem gewesen sein. Denn während Biesenbach als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses "Kölner Silvesternacht" sehr präsent ist, Kruse als innenpolitischer Sprecher der Fraktion und Golland als konservativer Hardliner mit Gespür für relevante Themen, war es um Lohn zuletzt still.

Wen wird Fraktionschef Armin Laschet im Wahlkampf als führenden Innenpolitiker und damit als möglichen NRW-Innenminister positionieren? Gemunkelt wird: Anstelle von Golland, Biesenbach oder Kruse könnte es auch auf den CDU-General Bodo Löttgen hinauslaufen.

(tor)
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