SPD mit 88-Millionen-Etat: CDU plant 40-Millionen-Mark- Wahlkampf
zuletzt aktualisiert: 22.07.2001 - 12:31Berlin (rpo). An diesem Montag will der Bundesvorstand der CDU einen Etat von 40 Millionen Mark für den anstehenden Bundestagswahlkampf beschließen. Das sagte der Generalsekretär der Partei, Laurenz Meyer, der "Welt am Sonntag".
Die SPD wolle mehr als doppelt so viel - nämlich 88 Millionen Mark - ausgeben, berichtet das Blatt. Eine Sprecherin der SPD bestätigte die Zahl auf Anfrage allerdings nicht.
Meyer sagte, die CDU werde ihre "knappen Geldmittel durch Kreativität und gute Organisation" ausgleichen. "Wer weit weniger für Wahlkämpfe zur Verfügung hat, muss um so strukturierter planen."
Nach dem Entwurf der CDU-Geschäftsstelle sollen 27,6 Millionen für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden. Davon seien 10,5 Millionen Mark für die Außenwerbung geplant. Für Veranstaltungen habe die CDU 7,9 Millionen Mark veranschlagt, für zusätzliche Personalkosten während des Wahlkampfes eine Million Mark, hieß es.
Die SPD-Parteizentrale plant der "WamS" zu Folge eine zehnprozentige Steigerung der Aufwendungen für die Wahl 2002 im Vergleich zur Wahl vor drei Jahren. Das wären rund 88 Millionen Mark, da die Sozialdemokraten 1998 rund 80 Millionen Mark ausgaben (CDU: 50 Millionen), schreibt die Zeitung.
Der Hamburger Informationsdienst "new business" berichtete in seiner Online-Ausgabe am Sonntag, die CDU habe die US-Werbeagentur McCann-Erickson mit Hauptsitz in Frankfurt mit der Betreuung des Wahlkampfes beauftragt. Insgesamt hätten sich mehr als 100 Werbeagenturen bei der CDU um das Werbe-Mandat beworben.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.

