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5,9 Millionen Mark ohne Einflussnahme: CDU-Spende: Millionär streitet Bestechungsversuch ab

zuletzt aktualisiert: 09.05.2001 - 16:48

Berlin (rpo). 5,9 Millionen Mark hat der Millionär Karl Ehlerding der CDU 1998 gespendet. Die immense Summe habe aber nichts mit den 114.000 Eisenbahnerwohnungen des Bundes zu tun gehabt, um deren Kauf er sich damals beworben hatte. Das betonte Ehler heute vor dem Spenden-Untersuchungsausschuss in Berlin.

Der Hamburger Immobilienkaufmann Karl Ehlerding hat vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre den Vorwurf der versuchten Einflussnahme zurückgewiesen. Ehlerding erklärte am Mittwoch vor dem Ausschuss, er habe keine Verbindung zwischen seiner Spende an die CDU im Wahlkampf 1998 und dem Vergabeverfahren für den Verkauf von 114 000 Eisenbahnerwohnungen gesehen.

Ehlerding hatte der CDU kurz vor der Bundestagswahl 5,9 Millionen Mark gespendet, die größte Spende in der Geschichte der Partei. Der Untersuchungsausschuss will klären, ob mit der Spende Einfluss auf den Verkauf der Eisenbahnerwohnungen genommen werden sollte. Nach einer ersten Entscheidung zu Gunsten des Bieterkonsortiums, an dem Ehlerding beteiligt war, erhielt er letztlich nur für 4000 Wohnungen den Zuschlag.

Ehlerding erklärte vor dem Ausschuss, er habe zum Zeitpunkt der Spende weder eine Veranlassung gehabt die CDU zu beeinflussen, noch habe er versucht, Einfluss zu nehmen. Vor der Bundestagswahl habe aus Sicht eines wohlhabenden Unternehmers durchaus Grund zur Sorge bestanden. Seine Spende habe nur zur Erhaltung der politisch- wirtschaftlichen Großwetterlage gedient. Auch von Seiten der CDU habe ihn damals niemand darauf aufmerksam gemacht, dass ein Zusammenhang zwischen der Spende und den Verhandlungen über den Verkauf der Eisenbahnerwohnungen hergestellt werden könnte.

Quelle: RPO Archiv

 
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