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Düsseldorf
CDU und Grüne wollen mit AfD weiter im TV diskutieren

Düsseldorf. Anders als Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wollen sich Grüne und CDU in NRW mit der AfD auch in Fernsehdebatten streiten. "Ich scheue die AfD nicht", sagte gestern CDU-Oppositionsführer Armin Laschet. Morgen soll der Landtag auf CDU-Antrag in einer Aktuellen Stunde über das Thema debattieren. Die Ministerpräsidentin dürfe gegenüber Rechtspopulisten nicht schweigen. Dass sie zu lange zum Mob in der Silvesternacht geschwiegen habe, sei die falsche Strategie, kritisierte Laschet. "Jetzt wieder abzutauchen und die AfD nicht zu stellen, wäre der nächste politische Fehler." Gerade jetzt gehe es darum, rechtspopulistische Äußerungen zu entlarven, sagte Laschet.

Auch die Grünen sprachen sich für eine öffentliche Debatte mit der AfD aus. "Wir werden keine Gelegenheit auslassen, uns mit den Positionen auseinanderzusetzen", sagte der Landeschef der Grünen, Sven Lehmann. Kraft hatte tags zuvor in einem Interview mit dem Deutschlandfunk gesagt: "Ich habe für mich entschieden: Ich gehe nicht in Fernsehsendungen mit Vertretern der AfD." Auslöser ist ein Streit um eine TV-Debatte beim Südwestrundfunk vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte sich geweigert, an Talkrunden mit AfD-Beteiligung teilzunehmen. Daraufhin hatte auch die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner ihre Teilnahme abgesagt.

(kib)
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