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Berlin
Chefin der Kultusminister will mehr Leistung vom Bund

Berlin. Zu Beginn der Kultusministerkonferenz in Berlin hat Bremens Schulsenatorin Claudia Bogedan (SPD) mehr Engagement des Bundes bei Bildungsangeboten für Flüchtlinge angemahnt. "Noch immer stehen nicht alle arbeitsmarktpolitischen Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit allen Asylsuchenden offen", kritisierte Bogedan, die Vorsitzende der Kultusminister ist. Ungeklärt seien auch die Unterstützungsangebote für junge Erwachsene, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen. "Vom Bund erwarten die Länder daher gerade an der Schnittstelle der beruflichen Bildung für die älteren Jugendlichen ein stärkeres Engagement", sagte Bogedan unserer Redaktion und forderte mehr Bundesmittel. "Diese Integrationskosten können nicht auch noch bei den Ländern abgeladen werden."

Die Kultusminister werden heute und morgen bei ihrer 353. Konferenz über die Flüchtlingsintegration an Schulen beraten. Dass es in den Ländern dabei sehr unterschiedliche Angebote gibt, kritisiert Bogedan nicht: "Ich sehe gar keine Notwendigkeit, an der Verschiedenartigkeit der Lösungen etwas zu ändern." Die Bedingungen und Kontexte bei der Flüchtlingsintegration seien so unterschiedlich in den Ländern, dass eine einheitliche Maßnahme das Gegenteil von lösungsorientiert sei. Und auch das Kooperationsverbot von Bund und Ländern für Bildung will Bogedan nicht antasten. Sie hoffe stattdessen auf "schnelle Hilfen vom Bund", etwa beim Kitaausbau. Auch das helfe bei der Integrationsaufgabe.

(jd)
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