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Leverkusen
Chemie-Unfall im Unterricht: Schüler atmen giftiges Brom ein

Leverkusen. 32 Schüler und eine Lehrerin sind bei einem Chemieunfall in der Leverkusener Realschule Am Stadtpark gestern so schwer verletzt worden, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Die Schüler hatten sich im Chemietrakt aufgehalten, als die Lehrerin feststellte, dass offenbar eine Glasflasche mit einer geringen Menge der giftigen und stark ätzenden Chemikalie Brom nicht richtig verschlossen gewesen war. Einer der 15- und 16-jährigen Schüler hatte über Atemwegsreizungen geklagt. Es wurden rasch mehr.

Am Vortag soll in dem Raum ein Brom-Versuch gelaufen sein. Bei Zimmertemperatur gase Brom aus, sagte der Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. So habe sich über Nacht eine gewisse Konzentration der Chemikalie in dem Schulraum ergeben.

Die Lehrerin verständigte den Rettungsdienst. Daraus wurde ein Großeinsatz. Gut geschützte Feuerwehrleute durchlüfteten den Raum, kontrollierten die Brombelastung. Unterdessen wurden 41 Betroffene, die über Atemwegsprobleme klagten, von Notärzten untersucht. Ein Junge kam umgehend per Rettungswagen ins Klinikum Leverkusen. Die übrigen wurden von Feuerwehr und Maltesern in Kleinbussen in Kliniken in Leverkusen, Köln und Solingen gefahren. Acht Schüler durften nach Hause - mit einem Brief vom Notarzt, in dem auf Spätauswirkungen hingewiesen und ein Arztbesuch angeraten wird.

(LH)
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