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Peking/Washington
China ruft USA und Nordkorea zur Mäßigung auf

Peking/Washington. Im Konflikt mit Nordkorea hat China sowohl Washington als auch Pjöngjang zur Zurückhaltung aufgerufen. In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump mahnte Staats- und Parteichef Xi Jinping "die betreffenden Parteien, Bemerkungen und Aktionen zu vermeiden, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel eskalieren lassen könnten". Zwar stellte das Weiße Haus das Telefonat so dar, als wenn beide an einem Strang ziehen, doch gibt es Differenzen.

So wird die Kooperation in der Krise durch das Wiederaufflammen des Handelsstreits zwischen China und den USA erschwert. Trump informierte seinen Amtskollegen nach Medienberichten in dem Telefonat davon, man werde Chinas Handelspraktiken offiziell untersuchen lassen. Das sei der Anlass seines Anrufs gewesen, bei dem Chinas Präsident dann auf Nordkorea zu sprechen gekommen sei, hieß es.

Seit Tagen schaukelt sich die kriegerische Rhetorik zwischen Nordkorea und den USA hoch. Trumps Sicherheitsberater H.R. McMaster versicherte gestern indes: "Wir sind einem Krieg nicht näher als vor einer Woche. Wir sind aber einem Krieg näher als vor einer Dekade."

Nordkorea sei ein Problem, "das wir seit einer langen Zeit vor uns hergeschoben haben. Und jetzt spitzt es sich zu, die Bedrohung durch Nordkorea nicht nur für die Vereinigten Staaten, sondern die Welt ist sehr, sehr klar."

(dpa)
 
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