Vor Rice-Besuch: CIA verlegte offenbar noch schnell Geheimgefangene aus Osteuropa
zuletzt aktualisiert: 06.12.2005 - 10:07Washington (rpo). Einem US-Fernsehbericht zufolge hat der US-Geheimdienst kurz vor der Europareise von US-Außenministerin Condoleezza Rice Gefangene aus Geheimgefängnissen in Osteuropa nach Nordafrika verlegt. Elf mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder sollen im November in aller Eile aus zwei Gefängnissen in die nordafrikanische Wüste gebracht worden sein.
Das berichtet der US-Nachrichtensender ABC am späten Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf CIA-Mitarbeiter, die unerkannt bleiben wollten. Sie hätten sich geweigert, die Länder zu benennen. Bis auf einen seien alle diese Gefangenen den härtesten Verhörmethoden unterzogen worden, die die CIA zulasse, hieß es in dem Bericht weiter.
Das erste Geheimgefängnis sei im März 2002 in Thailand eingerichtet worden, das jüngste im vergangenen Jahr in einem nordafrikanischen Staat. Das Geheimgefängnis in Thailand sei für das mutmaßliche Al-Qaida-Führungsmitglied Abu Zabayda eingerichtet worden, das in Pakistan festgenommen worden war.
Zabayda sei nach der Behandlung von Schusswunden in eine stillgelegte Lagerhalle auf einem Luftwaffenstützpunkt in Thailand verlegt und dort "verschärften" Verhörmethoden unterzogen worden, berichtete ABC. Nachdem seiner Genesung sei der Häftling geschlagen worden. Er habe stundenlang in einer kalten Zelle stehen müssen. Zuletzt sei er an Händen und Füßen gefesselt worden und dann kopfüber in Wasser getaucht worden. Nach 31 Sekunden habe er um Gnade gefleht und "begann zu kooperieren".
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