Diskussion über besetztes Tibet: Dalai Lama für Volksabstimmung
zuletzt aktualisiert: 10.03.2001 - 12:17Neu Delhi (rpo). Der Volksaufstand in Tibet ist geanu 42 Jahre her. Am Jahrestag machte der Dalai Lama (Foto) wieder auf sich aufmerksam. Er wünscht sich eine Volksabstimmung über die Zukunft des von China besetzten Tibet.
"Wenn die Tibeter wirklich glücklich sind, sollte China kein Problem damit haben, ein Plebiszit in Tibet abzuhalten", sagte der Dalai Lama (65) am Samstag im indischen Exil in Dharamsala in seiner traditionellen Rede zum Jahrestag des Volksaufstands in Tibet von 1959.
Einige tibetische Gruppen forderten schon eine Volksabstimmung, sagte der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. "Ich würde das Ergebnis eines solchen Referendums von ganzem Herzen unterstützen", fügte er hinzu. Er selbst werde in der Regierung eines autonomen Tibet keine politische Rolle mehr spielen, kündigte der Dalai Lama an. Er forderte erneut nicht mehr die volle Unabhängigkeit Tibets von China.
Chinesische Truppen waren 1950 in Tibet einmarschiert. Am 10. März 1959 begann ein Volksaufstand. Als die chinesische Armee die tibetische Hauptstadt Lhasa beschoss und Aufständische festnahm, floh der Dalai Lama ins Exil nach Indien.
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