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Das Heimatministerium hat Potenzial

Das Heimatministerium hat Potenzial
FOTO: Ronny Hendrichs
Zu den anspruchsvollsten Zielen des neuen Koalitionsvertrages gehört dieses: "Ländliche Regionen und Ballungsräume brauchen wieder gleichwertige Entwicklungschancen." Über Jahrzehnte hat sich das Gegenteil in NRW verstetigt. Früher ermöglichte die Montan-Industrie im Ruhrgebiet mehr Wohlstand als auf dem Land. Heute sind es die Boom-Städte entlang der Rheinschiene, die mit ihrem Mix aus guter Infrastruktur, attraktiven Jobs und niedrigem Altersdurchschnitt dem Land den Rang ablaufen. Und in Regionen, denen die Bevölkerung davonläuft, wird kaum investiert. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist die eigentliche Aufgabe der Heimatministerin. Von Thomas Reisener

Auf das Zechensterben reagierte das Land mit neuen Universitäten im Ruhrgebiet. Das war weitsichtig. Eine vergleichbare Leuchtturm-Idee fehlt im neuen Koalitionsvertrag. Aber es gibt gute Ansätze. Die Landarzt-Quote oder der Plan, Kommunen auf dem Land wieder mehr Gestaltungsspielraum bei der Ausweisung von Gewerbe- und Wohnflächen zu gewähren. Auch die Entscheidung, dem Thema ein Ministerium zu widmen, ist gut: Das Heimatministerium könnte ein neues Schlüssel-Ressort werden. Aber auch eine große Blamage.

Quelle: RP
 
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