NPD geht in Berlin auf die Straße: Demonstrationen gegen US-Angriffe
zuletzt aktualisiert: 08.10.2001 - 08:28Hamburg (rpo). Am Sonntagabend haben in zahlreichen Städten Menschen gegen die militärischen Angriffe der USA demonstriert. Etwa hundert Menschen hätten sich in Köln versammelt und Kerzen vor dem Amerikahaus aufgestellt, berichtete die Polizei.
Auch in Bonn seien etwa hundert Demonstranten durch die Straßen gezogen, in Münster und Dresden seien jeweils rund 50 Menschen zusammengekommen.
In Hamburg hatten sich am späten Abend zunächst rund 25 Anhänger der linken Szene vor dem alternativen Veranstaltungszentrum "Rote Flora" im Schanzenviertel versammelt. Anschließend sei die Menge auf ihrem Weg in Richtung Altona auf rund hundert Menschen angewachsen, berichtete ein Sprecher. Die Demonstration sei "vollkommen friedlich" verlaufen.
Rund 100 Rechtsextreme unter Führung des NPD-Anwaltes Horst Mahler zogen durch Berlin. Die Demonstration war nach den Angriffen auf Afghanistan am Sonntagabend erst kurz vor 21.00 Uhr angemeldet worden, berichtete die Polizei. NPD-Anwalt Mahler hatte die Attentate in New York und Washington, die offenbar von Anhängern des als Top-Terroristen gesuchten Osama bin Laden verübt wurden, vor kurzem als "eminent wirksam und damit rechtens" begrüßt.
>>> Special zu den Anschlägen
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