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Denkzettel für die NRW-Flughafenpolitik

Meinung Es ist nicht schlimm, sondern logisch, wenn der Großflughafen Berlin vom Bund als einer der drei künftig wichtigsten Airports Deutschlands gesehen wird. Aber es ist für NRW eine Blamage, dass der führende Flughafen des bevölkerungsreichsten Landes nicht automatisch als vierter national wichtiger Airport genannt wird. Von Reinhard Kowalewsky

Was muss sich ändern? NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sollte zugeben, dass er die höheren Kapazitäten am Airport Düsseldorf für notwendig hält. Es ist für die Wähler unzumutbar, dass die SPD sich vor der Landtagswahl im Mai wegduckt.

Zweitens sollte das Land ein aktuelles NRW-Luftverkehrskonzept vorlegen. Darin muss natürlich die führende Rolle von Düsseldorf bestätigt werden. Es sollte aber auch entschieden werden, dass im Osten des Landes nur ein Airport überleben soll. Paderborn, Dortmund und Münster schwächeln alle, weil sie sich Reisende wegnehmen und keiner viele Flüge anbietet. Gäbe es dagegen nur noch einen östlichen NRW-Flughafen, würde der mehr Airlines anziehen, die wiederum mehr Ferienpassagiere anlocken, die "kritische Masse" wäre dann da. Ergebnis: Düsseldorf wäre von reinen Ferienflügen entlastet und hätte mehr Kapazität für Geschäftsleute und Umsteiger.

Quelle: RP
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