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Der Terror ist in NRW angekommen

Der Anschlag auf die indische Religionsgemeinschaft in Essen zeigt, dass der islamistische Terror jetzt auch vor unseren Haustüren angekommen ist. Dass es bei der Attacke keine Toten gab, war reine Glückssache. Das Anschlagsrisiko in Deutschland ist damit nicht mehr nur abstrakt, sondern real. Von Christian Schwerdtfeger

Der Fall in Essen offenbart in erschreckender Weise, wie leicht es für fanatische Extremisten ist, einen Bombenanschlag mitten in unseren Städten zu verüben. Die Täter sind gerade einmal 16 Jahre alt. Beide sind wohl in Deutschland geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Sie waren polizeibekannt. Dennoch konnten sie unbemerkt eine Bombe bauen und platzieren. Man möchte sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn sie den Sprengsatz auf einem belebten Platz gezündet hätten.

Nur weil es am Tatort Überwachungskameras gab, konnten die Attentäter anschließend schnell gefasst werden. Das belegt, wie wichtig Videokameras im öffentlichen Raum sind. Darum muss endlich Schluss sein mit den ideologischen Vorbehalten gegen diese Technik. Datenschutzrechtliche Bedenken müssen in Zeiten der ständigen Terrorbedrohung hinten angestellt werden.

Quelle: RP
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