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Berlin
Deutsche Islamisten lassen sich in Mali als Kämpfer ausbilden
Berlin. In deutschen Sicherheitskreisen wird vor einem "besorgniserregenden" Anstieg von Reisebewegungen einschlägig bekannter Islamisten gewarnt. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen verwies darauf, dass allein nach Ägypten in diesem Jahr bereits über 50 Personen gereist sind. Das Land sei zu einer "Drehscheibe für Dschihad-Freiwillige" geworden. Von Gregor Mayntz

Unter anderem scheint der aus Deutschland ausgewiesene Islamist Mohammed Mahmoud eine Reihe von Anhängern nach Ägypten geholt zu haben. Der Österreicher hatte in Solingen hinter der inzwischen verbotenen Gruppe "Millatu Ibrahim" gestanden. In seinem Umfeld scheinen gegen Deutschland gerichtete Propaganda-Videos zu entstehen.

Von Ägypten aus reisen nach Informationen aus Sicherheitskreisen deutsche Islamisten weiter nach Mali, Libyen und Somalia, wo sie offensichtlich auch in neuen Terrorcamps für den Krieg gegen den Westen ausgebildet werden.

Bonn entwickelt sich unterdessen zum Zentrum islamistischer Zwischenfälle. Nach blutigen Krawallen und dem versuchten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof ermittelt der Staatsschutz nun erneut im islamistischen Milieu, nachdem ein Inder an Heiligabend an der Zunge verletzt worden war, weil er nicht zum Islam konvertieren wollte. Er konnte inzwischen das Krankenhaus verlassen.

Leitartikel Seite A 2

Politik Seite A 7

Quelle: may-/jh-
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