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Stockholm
Deutsche Konzerne verkaufen gegen den Trend mehr Waffen

Stockholm. Die Verkäufe der weltweit 100 größten Waffen- und Rüstungshersteller sind 2014 im vierten Jahr in Folge zurückgegangen - nicht jedoch in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Weltweit setzten Rüstungskonzerne 2014 demnach insgesamt 401 Milliarden US-Dollar (etwa 365 Milliarden Euro) um. Das waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Friedensforscher führen den Trend darauf zurück, dass führende Unternehmen in den USA und Westeuropa weniger Waffen und Militärausrüstung verkauften, während Rüstungsunternehmen in anderen Teilen der Welt ihre Umsätze steigerten. In Westeuropa, wo die Waffenverkäufe 2014 insgesamt um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sanken, verzeichneten nur deutsche und Schweizer Konzerne ein Umsatzplus (9,4 beziehungsweise 11,2 Prozent). Die Opposition im Bundestag und die Kirchen übten Kritik an der Entwicklung.

(epd)
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