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Export legte im Juli um 12,5 Prozent zu: Deutscher Außenhandel bleibt dynamisch

zuletzt aktualisiert: 09.10.2000 - 11:04

Wiesbaden (AP). Die Dynamik des deutschen Außenhandels ist ungebrochen. Im Juli legte der Export um 12,5 Prozent und der Import um 21,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die deutschen Ausfuhren erreichten im Juli einen Wert von 97,2 Milliarden Mark, die Importe kletterten auf 86,9 Milliarden Mark. Besonders stiegen die Exporte in die Länder der Europäischen Union sowie in die ASEAN-Länder. Hingegen wiesen die Ausfuhren in die USA - trotz des niedrigen Euros - den Angaben zufolge nicht mehr so spektakuläre Zuwächse auf wie in den Vormonaten.

Die deutschen Exporte in die Eurozone stiegen im Juli binnen Jahresfrist um 17,7 Prozent auf 41,8 Milliarden Mark. Allein nach Frankreich, dem größten deutschen Exportland, wurden Waren im Wert von 11,1 Milliarden ausgeführt. Die Ausfuhrzuwächse gegenüber Drittländern fielen im Juli 2000 mit plus 8,5 Prozent allerdings geringer aus als die der Gesamtausfuhr: Während die Exporte in die USA in den ersten sieben Monaten binnen Jahresfrist insgesamt um 20,2 Prozent zugenommen hatten, stiegen sie im Juli nur um 5,9 Prozent auf 10,5 Milliarden Mark.

Die Importe aus Drittländern entwickelten sich den Angaben zufolge im Juli mit plus 24,9 Prozent auf 42 Milliarden Mark stärker als die Einfuhren aus EU-Ländern mit plus 17,9 Prozent. Hintergrund dieser Entwicklung dürfte auch eine Importverteuerung auf Grund eines niedrigen Euro-Außenwertes gewesen sein.

Von Januar bis Juli 2000 entfielen den Angaben zufolge 57,5 Prozent der Exporte und 52,2 Prozent der Importe auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In die Eurozone wurden 44,4 Prozent der Ausfuhren abgesetzt und 41,4 Prozent der Einfuhren aus ihr bezogen. Innerhalb der EU war Frankreich mit einem Anteil von 11,6 Prozent bei den Exporten und 9,9 Prozent bei den Importen der wichtigste Handelspartner für Deutschland. Unter den Drittländern waren die USA vor Japan der wichtigste außereuropäische Handelspartner, auf den 10,3 Prozent der deutschen Exporte und 8,6 Prozent der deutschen Importe entfielen.

Quelle: RPO Archiv

 
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