Beteiligung an brutalem Überfall in München: Deutscher Skinhead in Rotterdam gefasst
zuletzt aktualisiert: 03.02.2001 - 09:58Rotterdam/München (dpa). Drei Wochen nach dem brutalen Überfall auf einen Griechen in München ist der international als mutmaßlicher Haupttäter gesuchte Skinhead gefasst worden. Nach Angaben eines Sprechers der Münchner Polizei wurde der 19-Jährige am Freitagabend in der Nähe der niederländischen Stadt Rotterdam festgenommen.
Nähere Einzelheiten zu den Umständen der Festnahme waren am Abend noch nicht bekannt.
Im Verlauf des Wochenendes wollten die niederländischen Behörden der Polizei in München weitere Informationen übermitteln. Am Sonntag will die Polizei in München eine Pressekonferenz geben. Dann soll auch mitgeteilt werden, wann mit der möglichen Auslieferung des dringend Tatverdächtigen zu rechnen ist.
Eine Gruppe von rechtsextremen Skinheads hatte das 31 Jahre alte Opfer zunächst beleidigt und dann niedergeschlagen. Der Grieche wurde misshandelt und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen 14 Tatverdächtige wurden Haftbefehle erlassen, der 19-Jährige war seitdem auf der Flucht. Für seine Ergreifung war eine Belohnung von 30 000 Mark ausgesetzt.
Nach dem 19-jährigen war mit großem Aufwand gefahndet worden. So wurde unter anderem in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" über den Fall berichtet. Zielfahnder suchten seit drei Wochen nach dem Untergetauchten, der gute Verbindungen zur rechten Szene gehabt haben soll, unter anderem zu dem Neonazi Christian Worch.
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