Prüfung soll Unbedenklichkeit belegen: Deutschland will sich gegen Uran-Munition einsetzen
zuletzt aktualisiert: 09.01.2001 - 15:42Berlin (dpa). Deutschland will sich in der NATO gegen den weiteren Einsatz der umstrittenen Uran-Munition einsetzen. Man versuche auf eine Moratoriumslösung hinzuarbeiten, erfuhr dpa am Dienstag aus Kreisen der Bundesregierung.
Zuvor hatte Bundesaußenminister Joschka Fischer umfassende Aufklärung über die möglichen Risiken dieser Munition verlangt und als Ziel der Bundesregierung formuliert, dass sie nicht mehr eingesetzt wird. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte tags zuvor gefordert, dass die möglichen Auswirkungen der Munition, die im Kosovo-Krieg eingesetzt wurde, untersucht würden.
Es solle keine so genannte DU-Munition von der NATO verwandt werden, solange das Bündnis die Prüfung der Unbedenklichkeit nicht abgeschlossen habe, hieß es.
Bei der NATO in Brüssel wird an diesem Dienstag erstmals seit Beginn der Debatte über den möglichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz radioaktiver Munition und Leukämieerkrankungen beraten. Deutschland werde dabei auch auf eine umfassende Aufklärung des Sachverhalts dringen. Außerdem solle auch die Frage des Schutzes der Gesundheit von Soldaten und Zivilbevölkerung erörtert werden.
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