Horst Seehofer ist neuer Ministerpräsident von Bayern. Der Landtag wählte ihn 2008 mit einer deutlichen Mehrheit zum Nachfolger von Günther Beckstein.
Der 59-Jährige erhielt 104 von 184 abgegebenen Stimmen. Da CSU und FDP vollzählig erschienen waren und zusammen auf 108 der insgesamt 187 Landtagssitze kommen, fehlten Seehofer vier Stimmen aus den eigenen Reihen.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU, v.l.) mit seiner Ehefrau Karin, seiner Tochter Susanne (l.) und seinem Sohn Andreas im Maximilianeum, dem bayerischen Landtag.
Zusammen mit der bayerischen FDP-Parteivorsitzenden Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat Seehofer am Morgen den Kolitionsvertrag zwischen den beiden Parteien unterzeichnet.
Weitere Unterzeichner waren der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Georg Schmid, (l.) und der designierte bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) (r.).
Die CSU hatte bei der Landtagswahl vor vier Wochen mit nur noch 43,4 Prozent ihre absolute Mehrheit verloren und muss deswegen ein Bündnis mit der FDP eingehen.
Zuvor wurde Seehofer am frühen Morgen bereits von seinen Ämtern auf Bundesebene entlassen.
Bundespräsident Horst Köhler hat Bundesagrarminister Seehofer die Entlassungsurkunde überreicht.
Nach knapp drei Jahren im Amt ist Seehofer aus der Bundesregierung ausgeschieden.
Seehofer ist erst der zweite Minister, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r.) seit der Ernennung ihres schwarz-roten Kabinetts im November 2005 ersetzen muss. Vor elf Monaten war Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Ihm folgte der SPD-Politiker Olaf Scholz.