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Keine Festnahmen
24 Angriffe auf Moscheen seit Jahresbeginn

24 Angriffe auf Moscheen: Keine Festnahmen, geringe Aufklärung
Mittagsgebet in der Berliner Sehitlik Moschee. FOTO: dpa, gam tmk tig pil
Berlin. Muslimische Gotteshäuser werden in Deutschland immer wieder angegriffen. Seit Jahresbeginn gab es 24 politisch motivierte Angriffe auf Moscheen hierzulande. Festgenommen wurde niemand.

In fünf Fällen ermittelten die Behörden einen Tatverdächtigen, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen mitteilte. Festnahmen gab es allerdings nicht.

"Dass die Aufklärungsquote mit nur fünf Tatverdächtigen, von denen kein einziger festgenommen wurde, erschütternd gering ist, deutet auf gravierende Mängel in der Arbeit der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden hin", sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar dem Magazin "Kommunal". Lazar veröffentlichte am Dienstag im Internet die Antwort der Bundesregierung auf ihre Anfrage.

Ein Viertel der Straftaten waren demnach Sachbeschädigungen, jeweils fünf Mal handelte es sich um Volksverhetzung und Propagandadelikte. Es wurden aber auch eine Körperverletzung und eine Brandstiftung gemeldet. Die meisten Angriffe wurden mit neun Straftaten in Nordrhein-Westfalen registriert.

(hebu/afp)
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