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Prognose: 30 Prozent Wahlbeteiligung bei Sozialwahl

zuletzt aktualisiert: 10.06.2005 - 11:12

Berlin (rpo). Ersten Prognosen zufolge haben rund 15 Millionen Deutsche ihr Wahlrecht bei der Sozialwahl 2005 genutzt. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei über 30 Prozent. Bei der Wahl vor sechs Jahren war noch eine Beteiligung von 38,4 Prozent erreicht worden. Bei der Sozialwahl wurden Deligierte gewählt, die in den Gremien der Versicherungen die Versicherten vertreten.

"Es ist bedauerlich, dass sich auch die Sozialwahlen nicht gegen den Trend der abnehmenden Wahlbeteiligung stemmen konnte", so Dr. Herbert Rische, Präsident der BfA. "Wir freuen uns jedoch, dass über 30 Prozent der Wahlbeteiligten die Bedeutung der Wahl erkannt und Ihre Stimme genutzt haben." Auch bei anderen politischen Wahlen, wie beispielsweise Landtagswahlen, seien Rückgänge von bis zu 13 Prozent festzustellen.

Die beteiligten Sozialversicherungsträger betonen, dass es mit Hilfe der gemeinsamen Informationskampagne gelungen ist, die Bekanntheit der Sozialwahl messbar zu steigern. Die Kenntnis über die Sozialwahl konnte laut einer bereits Anfang Mai durchgeführten repräsentativen Umfrage von TNS-Emnid um mehr als 20 Prozentpunkte gesteigert werden.

Die Kampagne konnte jedoch die durch verschiedene Reformen, Nullrunden und Einführung von Zuzahlungen und Gebühren verursachte allgemeine Verunsicherung nur teilweise kompensieren. Die beteiligten Ersatzkassen und die BfA beabsichtigen, die Arbeit und das Engagement der Selbstverwaltung zukünftig auch während der Legislaturperiode besser bekannt zu machen.

"Jetzt werden die gewählten Gremien ihre Arbeit aufnehmen und das in sie gesetzte Vertrauen durch ihre engagierte Arbeit rechtfertigen. Aufgabe der Selbstverwaltung ist es auch, gemeinsam mit der Politik über anstehende Aufgaben und Reformen nachzudenken", erklärt Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Angestellten-Ersatzkassen.

Quelle: gms

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